BOC Kurs Ästhetische Implantologie/Frontzahnästhetik mit drei Live Ops / Kursvideo

Am 20. November 2015 fand in der Kaiserberg Klinik der BOC Kurs Ästhetische Implantologie/Frontzahnästhetik statt. Unser BOC Referent führte die Teilnehmer durch den Kurs, der aufgrund der drei LIVE OPs und dem Hand-On Teil sehr praxisnah war und es den implantologisch tätigen Zahnärzten erleichtern sollte, das Erlernte in der Praxis unmittelbar anzuwenden.

Nun ist endlich das Kursvideo online! Verschaffen Sie sich einen Einblick in den Kurs. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

 

BOC Kurs Ästhetische Implantologie/Frontzahnästhetik mit drei Live Ops

Am 20. November 2015 fand in der Kaiserberg Klinik der BOC Kurs Ästhetische Implantologie/Frontzahnästhetik statt. Unser BOC Referent führte die Teilnehmer durch den Kurs, der aufgrund der drei LIVE OPs und dem Hand-On Teil sehr praxisnah war und es den implantologisch tätigen Zahnärzten erleichtern sollte, das Erlernte in der Praxis unmittelbar anzuwenden.

Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Zahnärzten für den gemeinsamen Tag, die spannenden Diskussionen und das durchweg positive Feedback.

 

 

 

 

Behandlungstrategien periimplantärer Entzündungen

Eine implantatgetragene, prothetische Versorgung ist in der heutigen Zeit zu einer anerkannten Therapieform mit hoher Vorhersagbarkeit und guter Langzeitprognose avanciert. Daher rückt mit der stetig steigenden Anzahl inserierter Implantate, die Notwendigkeit nach einer adäquaten Behandlungstrategie periimplantärer Entzündungen in den Vordergrund.

Ätiologie und Pathogenese

Systematische Diagnostik der Periimplantitis

Grundsätzlich sollte daher eine adäquate Diagnostik in mehreren Schritten erfolgen:

Klinische Diagnostik

Radiologische Diagnostik

Mikrobiologische Diagnostik der Subgingivalflora

Therapiemöglichkeiten

Konservative Therapieformen

Medikamentöse Therapie

Pulverstrahlgeräte

Lasertherapie

Photodynamische Therapie

Chirurgische Therapieformen

Der klinische Bezug – Implantatverlust nach Periimplantitistherapie

Fazit

Der Erfolg jedweder Therapie ist insgesamt wenig voraussagbar. Eine Stagnation der Resorptionen ist bereits als Erfolg zu betrachten, da eine vollständige Regeneration des Knochens beinahe aussichtslos ist. Daher ist es ratsam das Hauptaugenmerk eher auf die Prävention als auf die Therapie einer Periimplantitis zu legen. Dies ist im Vorfeld zum einen über eine adäquate Aufklärung, eine sehr bewusste und strikte Patientenauswahl, sowie eine Elimination aller im Vorfeld verzichtbaren Risikofaktoren und einer engmaschigen Festsetzung des Prophylaxeintervalls zu erreichen. Bei bereits initial erkrankten Implantaten ist ein sofortiges und konsequentes Handeln von Behandler und Patient unerlässlich, da durch die Beseitigung durch Eindämmung der klinischen Symptome eine Progression verhindert werden kann. Die nachweisbare Lockerung eines Implantats muss die sofortige Explantation des Selbigen nach sich ziehen, da selbst eine Stagnation in diesem Stadium ausgeschlossen ist. Ferner führt die stetige Bewegung innerhalb des Knochenbetts zu weiteren Knochenverlusten, die eine spätere Implantation in dem Gebiet erschweren würden oder gar unmöglich machen.

Autoren: Dr. Richard J. Meissen, M.Sc., Dr. Nina Wollenweber

 

Lesen Sie den gesamten CME Artikel hier

Hoffnung implantieren

Der massive Verlust von Zähnen – sei es durch Unfall, Krankheit oder schlicht und einfach Karies – führt oft zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensqualität.

Deshalb hat die Wiederherstellung des Kauvermögens hohe Priorität bei der Zahnversorgung.

Aufgrund der natürlichen Abstoßungsreaktion des menschlichen Gewebes gegenüber Fremdkörpern waren die Möglichkeiten der Zahnimplantologie lange sehr eingeschränkt, und manchen Patientengruppen konnte noch vor wenigen Jahrzehnten überhaupt nicht geholfen werden.

Im Jahr 1952 erfuhr Brånemark von einem Versuch an der Universität Cambridge, bei dem Forscher erfolgreich einem Kaninchen eine Kammer aus Tantal in das Weichgewebe des Ohres implantierten.

Brånemark beschloss, den Versuch zu wiederholen, wobei er eine Kammer aus Titan in das Schienbein eines Kaninchens implantierte, um die Interaktion mit Knochengewebe zu untersuchen. Später stellte er fest, dass Implantate aus Titan mit dem menschlichen Knochengewebe eine sichere Verbindung eingehen können.

Als Brånemark 1965 erstmals einem Patienten erfolgreich ein Zahnimplantat einsetzte, bedeutete dies für die Implantologie einen gewaltigen Schritt nach vorne. Im Zuge seiner ärztlichen Laufbahn hat er seine Methode – die Osseointegration (vom lateinischen Wort „os“ für Knochen) – so verfeinert, dass sie heute weltweit zum Goldstandard der Zahnimplantologie geworden ist.

Seitdem haben mehr als acht Millionen Patienten von der bahnbrechenden Erfindung Brånemarks profitiert.

Die Hauptvorteile dieser Technik sind der relativ leichte chirurgische Eingriff sowie das durch die Prothese wiederhergestellte normale Kauvermögen.

Nachdem das schwedische Gesundheitsministerium im Jahr 1978 Brånemark grünes Licht für die klinische Anwendung seiner Implantationsmethode gegeben hatte, begann der schwedische Rüstungshersteller Bofors mit der Vermarktung der Dentaltechnologie.

Zusammen mit Brånemark gründete Bofors 1981 die Tochtergesellschaft Nobelpharma (heute Nobel Biocare), die Zahnersatz auf der Grundlage der patentierten Technik des Erfinders anbietet.

Heute deckt die Firma Nobel Biocare mit weltweit mehr als 2 200 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 581,4 Mio. EUR (2009) rund 35 % des Weltmarkts für Zahnimplantate ab.

Titanimplantate stellen heute das Standardverfahren der Zahnimplantologie dar. In den ersten zwei Jahren nach dem Eingriff beträgt die Erfolgsquote beeindruckende 90 – 95 % und über die durchschnittliche Lebensdauer erstaunliche 98 %.

Brånemarks Erfindung hatte weitreichende Auswirkungen für die Prothetik, und seine revolutionäre Methode findet heute auch über die zahnmedizinische Versorgung hinaus Anwendung. Seit den 1970er-Jahren wird sie in der Gesichtschirurgie zur Wiederherstellung von Ohren, Augen oder Nasen bei Tumorerkrankungen, Verletzungen und angeborenen Missbildungen angewandt. Ein weiteres Einsatzgebiet sind knochenverankerte Hörgeräte. In den 1980er-Jahren begann Brånemark damit, sein Osseointegrationsverfahren in der Orthopädie anzuwenden; heute werden die Forschungen in diesem Bereich von seinem Sohn Rickard fortgesetzt, der Brånemarks Methode für die Verankerung von Arm- und Beinprothesen weiterentwickelt.

 

Quelle: EPO

Langlebigkeit von Implantaten

Periointegration

Periointegration ist die reizlose und entzündungsfreie Einbettung eines Zahnimplantates in die Mundschleimhaut. Ziel sind eine dauerhafte Stabilität, entzündungsfreies Zahnfleisch und ein gesunder Knochen um das Implantat.

Durch Periointegration soll die langfristige bakterielle Abdichtung des natürlichen Zahnfleischsaumes zum Infektionsschutz der darunter liegenden Strukturen zur Prävention einer Periimplantitis erreicht werden.

Maßnahmen

Um eine langfristig stabile Anhaftung von gesundem Zahnfleisch am Implantat zu erreichen, muss der Anlagerung von Zahnbelag entgegengewirkt werden.

Periointegration besteht aus drei Komponenten:

  • Präventiv: Verwendung von gewebefreundlichen Materialien bei der Implantation
  • Diagnostisch: Die Früherkennung einer Periimplantitis durch Tests steht im Mittelpunkt
  • Therapeutisch: bereits bei einer periimplantären Mukositis sollte medizinisch interveniert werden

Hintergrund

Periointegration ist ein noch junger Schwerpunkt der dentalen Implantologie. Die Zunahme periimplantärer Entzündungen an dentalen Implantaten gab Anlass zur Etablierung der Periointegration. Daraus schlussfolgernd erkannte die Implantologie die Notwendigkeit, sich mit der Gesunderhaltung des gesamten periimplantären Hart- und Weichgewebes zu befassen.

Nobel Biocare Zygoma – Fortbildung im Brånemark Osseointegration Center

Nobel Biocare, einer der führenden Implantathersteller, hat am 30. Januar 2015 renommierte Implantologen aus Deutschland, Österreich und Großbritannien in Deutschlands einziges Brånemark Osseointegration Center, zu dem Kurs „Versorgungskonzepte für zahnlose Patienten Zygoma mit Live-OP“ geladen. Viele folgten der Einladung, um Dr. Richard J. Meissen, MSc bei zwei Live-OP’s über die Schulter schauen zu können und im Anschluss an ein Lunch die Fälle zu besprechen. In beiden Fällen konnte nur kurz nach der OP die provisorische Prothetik eingesetzt werden – die Patienten waren überglücklich mit festen Zähnen die Klinik zu verlassen. Im weiteren Verlauf wurden im Rahmen eines Vortrags noch weitere klinische Fälle besprochen und erläutert. Dass alle Teilnehmer beeindruckt waren und wertvolles Wissen und Techniken für sich gewinnen konnten, wundert nicht: Dr. Meissen gehört zu den führenden Implantologen Europas und ist einer von wenigen, die die Zygoma-Implantattechnik beherrschen. Deutschlandweit werden die meisten Zygoma-Implantate von ihm in der Kaiserberg Klinik gesetzt.

Die Teilnehmer wurden den ganzen Tag von einem Video-Team begleitet.